Rheumatoide Arthritis

Sven Dubbert

Die rheumatoide Arthritis ist die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung. Frauen sind drei Mal häufiger als Männer betroffen. Die Krankheit kann in jedem Alter auftreten, beginnt aber meistens nach dem 50. Lebensjahr bei Frauen, bei Männern 10 Jahre später.
Die Ursachen der rheumatoiden Arthritis sind bis heute nicht vollständig geklärt.

Dr. med. Sven Dubbert, Facharzt für innere Medizin und Rheumatologie

Dabei spielt das Immunsystem eine große Rolle. Dieses System hat eigentlich die Aufgabe, den Körper vor Krankheiten zu schützen. Bei einer rheumatoiden Arthritis greifen Zellen des Immunsystems das eigene Körpergewebe an. Dadurch entzünden sich die Gelenke. Mediziner nennen einen solchen Angriff auf den eigenen Körper eine Autoimmunreaktion.

Eine rheumatoide Arthritis beginnt meist mit Schmerzen in den Finger- und Zehengelenken. Die Gelenke schwellen an und sind morgens nach dem Aufstehen schwer beweglich (Morgensteifigkeit). Selten sind auch nur einige große Gelenke entzündet, etwa die Schultergelenke. Oft bleibt es nicht bei Entzündungen in einzelnen Gelenken.

Im Verlauf kann die rheumatoide Arthritis auch andere Organe angreifen, zum Beispiel die Augen, das Herz, die Lunge, Nerven, Blutgefäße oder das Rippenfell. Ein besonderes Merkmal der rheumatoiden Arthritis ist, dass sie den Gelenkknorpel und den Knochen schädigt und ein Gelenk im schlimmsten Fall zerstören kann.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Mittel mit verschiedenen Wirkungen und Nebenwirkungen. Bei Erkrankungsbeginn mit vielen entzündeten Gelenken werden Glukokortikoide (Kortison) eingesetzt. Sie bekämpfen die Entzündung und damit Schmerzen und Schwellungen der Gelenke sehr rasch.

Die Basismedikamente greifen in das Immunsystem ein und verzögern die Zerstörung der Gelenke und unterdrücken sie bestenfalls ganz. Das weltweit am häufigsten eingesetzte Mittel ist Methotrexat (MTX).

Große Fortschritte in der Therapie hat in den vergangenen Jahren eine neue Gruppe von Basismedikamenten gebracht, die sogenannten Biologika. Das sind biotechnologisch hergestellte Eiweißsubstanzen, die Entzündungen im Körper unterdrücken.

Biologika und Methotrexat werden häufig kombiniert, um eine noch stärkere Wirkung zu erzielen. Da der Patentschutz einiger Biologika abgelaufen ist, stehen jetzt die sogenannten Biosimilars zur Verfügung. Sie sind dem Original-Biologikum ähnlich, aber nicht gleich. Eine völlig neue Gruppe der Basismedikamente, die Janus-Kinase-Hemmer, wird seit 2017 in Deutschland eingesetzt. Sie wirken direkt in der Immunzelle und können wieder als Tablette geschluckt werden.

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